Übersichtskarte

Freitag, 11.07.2014

Welcome to the US

Über Nacht nach Boston - was für eine Tortur! Wenn man dann um halb 1 an der Grenze steht und den amerikanischen Grenzbeamten seinen Besuch erklären muss, das ist wahrlich kein Zuckerschlecken. Nach ein paar Stunden ungemütlichen Schlafes kam ich also um 7 Uhr morgens in Boston an.
Im Hostel bekam ich dann erst einmal super leckeres Frühstück und konnte mich auf meinen Tag in Boston vorbereiten.

 Zuerst ging es in die Public Library zu einer kostenlosen Führung. Diese war allerdings nicht so berauschend. Naja, weiter ging es auf den Freedom Trail. Das is eine rote Linie auf dem Bürgersteig, der man ca. vier Kilometer lang folgt. Sie führt an allen  für die Unabhängigkeit der USA wichtigen Gebäuden vorbei. Am Ende erklomm ich dann noch 300 Stufen auf einen Turm, was bei weit über 30 Grad keine Leichtigkeit war.

Nach einem Free Dinner im Hostel und meinem Einzug ins Zimmer besuchte ich das Phantom der Oper in der Oper Bostons - eine Wahnsinnsvorstellung in einem Wahnsinnstheater!

Am nächsten Tag fuhr ich zur Harvard University und zum MIT (Massachusetts Institute of Technology) und schloss mich einer Führung an. Dort lernte ich die Deutsch-Österreicherin Pia kennen, mit der ich den Abend im Institute of Contemporary Art verbrachte, wo immer donnerstagsabends der Eintritt umsonst ist und man Live Musik lauschen kann - ein sehr lohnenswerter Museumsbesuch.

Weiter geht es nach New York!

Mittwoch, 09.07.2014

Adieu Canada!

Man mag es kaum glauben, aber Québec City ist französischer als Frankreich selbst. Zumindest war das mein Eindruck während der letzten Tage in der Hauptstadt der Provinz Québec. Die Stadt hat zwar nur 150.000 Einwohner (zum Vergleich: Montreal hat über drei Millionen), aber trotzdem - oder vielleicht gerade deswegen - enorm viel zu bieten.
Nach meiner Ankunft in der super gelegenen Jugendherberge ging es durch eines der alten Stadttore erstmal zum Parlament, wo ich mal wieder eine kostenlose Führung machte. Hinterher schlenderte ich noch den weniger touristischen Teil der Rue St. Jean entlang und schaute mir eine Kathedrale an. Als ein durch die Tür kam, bat mir eine junge Französin eine Führung an und da konnte ich natürlich nicht nein sagen. So etwas gibt's nur in Kanada!

Nach meinem Abendessen ging es noch durch die bezaubernde Altstadt bis zum Hafen und später schloss ich mich dem Pubcrawl des Hostels an.

Wenige Stunden Schlaf später begann der Vormittag mit einer Stadtführung. Rupert und Magadalena, ein älteres Ehepaar aus dem Allgäu bzw. aus Köln, schlossen sich auch an, nachdem ich ihnen am Abend davor von der vom Hostel organisierten Tour erzählt hatte. Es war sehr interessant, den geschichtlichen Hintergrund der Stadt vor Ort zu erfahren.  Wir sahen auch einige Ecken, zu denen wir vielleicht sonst nicht aufgebrochen wären.
Hinterher lief ich den Weg nochmal ab, um einige Fotos zu machen, ging auch noch in den moderneren Teil der Stadt und machte ein bisschen Souvenirshopping. Abends nahm mich meine Mitbewohnerin Rahel aus Luzern mit auf das Festival d'Éte (wo dieses Wochenende Lady Gaga, Snoop Dog und The Killers ausgetreten sind) und wir hörten uns mit Peter aus der Slowakei noch ein bisschen jazzigen Pop auf einer der kostenlosen Bühnen an.

Heute Morgen war es dann auch schon wieder Zeit zu packen. Ich ging noch einmal zum sehr idyllischen Fairmont Hotel Chateau Frontenac, das meistfotografierte Hotel der Welt, und lief zu den Pleins d'Abraham, einem Schlachtfeld aus der Geschichte Québecs, wo momentan die größte Bühne des Festivals steht.

Das Fußballspiel wurde in der Bahnhofshalle geschaut, da direkt danach mein Zug zurück nach Montreal fuhr. Ein paar einheimische Omas haben sich ganz schon erschrocken, als ich bei jedem Tor aufgesprungen bin.

Jetzt sitze ich in Montreal und warte auf meinen Bus Richtung Boston.
Meine Zeit in Kanada ist vorbei und ich will wirklich noch nicht gehen.
Ich werde es sehr vermissen!

Mittwoch, 09.07.2014

Sommer in Kelowna

So. Nachdem ich jetzt schon 8, 5 Wochen unterwegs bin, komme ich zu meinem ersten Blogeintrag ;P

Da Franzi und ich uns ja jetzt schon vor mittlerweile drei Wochen getrennt haben, dachte ich, ich berichte auch mal ein bisschen, was ich so treibe. An unserem letzten gemeinsamen Tag in Calgary wusste ich immer noch nicht, was ich machen sollte. Sollte ich nach Toronto und drei Tage in einem Greyhoundbus hocken oder doch lieber zurück nach Kelowna, wo es mir wirklich gut gefallen hatte? Letztendlich habe ich mich dann für die Stadt entschieden, die ich schon kannte, weil ich doch ziemlich Respekt vor dem alleine Reisen hatte und ich muss sagen, es war die beste Entscheidung,  die ich fällen konnte! Jetzt bin ich schon seit drei Wochen hier und kann schon glücklich sagen, dass es einer meiner besten Sommer ist (nur die Europareise kann das noch toppen)!

Das Hostel, in dem ich eine Woche Gast war und jetzt seit zwei wochen zum Staff gehöre,  ist mein absolutes Lieblingshostel! Es ist ganz klein und gemütlich und die Leute hier sind der Wahnsinn! Vor allem meine Kollegen habe ich schon ins Herz geschlossen.  Die Hostelfamilie besteht aus Erin & Mica (beide aus der Kanadischen Provinz Saskatchewan), Charlotte & Marianne aus Québec und meine beiden Dungeon-roomies (so nennen wir unser Zimmer) Dan & Fran aus Australien. Einige Gäste,  die hier für längere Zeit in einem der 34 Betten wohnen, gehören natürlich auch dazu.  Das ist auch eine Sache, die ich hier so liebe: Man lernt fast jeden Gast kennen!

Wenn ich also nicht gerade am arbeiten bin, dann bin ich entweder an meinem Lieblingsplatz im Hostel - eine der drei Hängematten in unserem Pavillion oder ich liege an einem der unzähligen Strände des Okanagan Lakes, schlendere durch downtown und City Park, versuche mir irgendetwas Essbares zu kochen ( ich war so stolz als ich mir hier zum ersten Mal ganz alleine ein echt leckeres Currygeschnetzeltes zubereitet und dann eine Woche davon gegessen habe), schwitze mich halb zu Tode, weil es einfach so ungemein heiß ist, versuche das Französisch mit Québecer Akzent zu verstehen und freue mich tierisch darüber auch etwas Französisch zu sprechen, genieße es unheimlich nicht mehr ganz so sparsam sein zu müssen, wie in den ersten 7 Wochen meiner Reise oder unternehme irgendetwas mit den tollen Leuten, die ich hier kennengelernt habe. Ich war wandern auf Knox Mountain, von dem man eine einmalige Sicht auf Kelowna und  den See hat, war Midnight-swimming und habe einen super Nachmittag auf einem Speedboat verbracht! Ansonsten ist im Hostel immer ganz viel los. Sei es eine unsere Theme-BBQ-Parties, einfach ein nettes Beisammensitzen auf der Terrasse oder ein Yazee- und Kartenspielabend. 

Außerdem bin ich natürlich total im WM-Fieber und feiere mit den anderen deutschen Fußballbegeisterten und meinem Fußball-buddy Florian, den ich hier kennengelernt habe in der Sportsbar "Rivals". Man kann es kaum glauben, aber die Stimmung hier ist der absolute Wahnsinn!!

Allerliebste Grüße nach Deutschland! Im Moment vermisse ich am meisten richtiges Brot und Spätzle mit Soß' :P

Eure Deborah

wandern auf Knox Mountain mein Lieblingsstrand das Kelowna International Hostel!! Schlaaaand :)

 

 

Sonntag, 06.07.2014

Bonjour Montréal!

Es ist schon komisch, wenn man mehr als 7 Wochen im englischsprachigen Kanada unterwegs war, dann steigt man aus dem Bus aus und plötzlich ist alles französisch. Willkommen in Montrèal!

Nachdem ich in mein supertolles (vielleicht das tollste) Hostel eingezogen bin, traf ich mich mit einer Deutschen (Doreen) und wir schlenderten durch Altstadt und Hafen. Eins ist mit gleich klargeworden: Hier ist es sehr europäisch! Und das ist gerade nach der sehr internationalen Stadt Toronto und dem amerikanischen Vancouver eine tolle Abwechslung.

Abends gings es zum Jazz Festival,  wo wir Bands auf vier Bühnen bewunderten. Die Bands hatten allerdings nicht unbedingt etwas mit Jazz zu tun (samstags kam z.B. Snoop Dog, aber das war natürlich nicht umsonst...).

Am nächsten Tag schaute ich erstmal mit zwei "Dänen" (der eine aus Frankreich, der andere aus Australien) und zwei Australiern (einer davon lebt in Stuttgart) das Spiel gegen Frankreich. Das ist als Deutschland-Fan in Montréal gar nicht so ohne. Schließlich gibt es hier viele Franzosen oder zumindest französische Fans. Aber wir haben gewonnen und wir 10 Deutschland-Fans unter den 70 Barbesuchern haben gefeiert. Danach lief ich durch den Uni-Campus, das Finanzdistrikt, Downtown und traf mich nochmal mit Doreen und wir besuchten noch einige interessante Gebäude. Später zog es mich und die zwei sehr musikalischen "Dänen" wieder zum Festival.

Der nächste Tag begann wieder mit einem Marathon durch die Stadt. Vom Mont Royal, den ich wegen der Wahnsinnsaussicht erklomm, ging es durch das Plateau Mont Royal ins Mile End und ins Latin District - allesamt schöne Stadtviertel mit vielen Geschäften und Cafés. Nach ein paar Minuten Fußballschauen (Costa Rica - Niederlande), Packen und meinem Abendessen traf ich mich ein letztes Mal mit Steffi und Lena. Wir genossen die letzten Sonnenstunden am Hafen, in der Altstadt und wieder einmal mit fantastischem Jazz! Ich habe in den beiden zwei tolle Freundinnen gefunden und werde sie echt vermissen

Sonntag, 06.07.2014

Auf in die Hauptstadt

Ja, liebe unwissenden Deutschen, Ottawa ist die Hauptstadt Kanadas. Man glaub es kaum!

Deshalb war es eine super Idee von Irmina und mir, den Canada Day dort zu verbringen. Diese Idee hatten allerdings noch einige andere Touristen und so war es nicht leicht, eine Unterkunft zu finden. Wir mussten dann auf ein Hotel ausweichen, was sich allerdings sehr gelohnt hat. Wir haben mitten auf dem Campus der Carlton University gewohnt!

Im Zimmer eingezogen zogen wir los zum Fußballspiel gegen Algerien - was eine Zitterpartie! Der Sieg wurde dann erstmal mit Burger und Chicken Wings gefeiert.

Im Stadtzentrum angekommen schlenderten wir am Parlament vorbei Richtung Byward Market und schlenderten an den Bars entlang.

Der nächste Tag begann mit einem fantastischen Frühstück im Hotel. Danach zog es uns wieder in die Stadt, wo ganz Kanada versammelt war. Am Canada Day ist auf den Straßen ein Treiben wie bei uns nach einem gewonnenen WM-Spiel. Die Kanadier wissen ihr eigenes Land zu feiern. Im Obersten Gericht und Münzprägungsmuseum war wirklich was los und wir erfuhren bei Führungen einige neue Dinge über das Land.

Bei der Rideau Hall, dem Wohnhaus des Vertreters der Queen, des Governor General, konnten wir diesen gleich noch live zu Gesicht bekommen. Was ein Glück!

Da wir auf jeden Fall das Abendprogramm des Nationalfeiertags auf dem Parliament Hill bewundern wollten, ging es dann nach einem Umweg zu einem leckeren Eis, auf den großen Platz vor dem Parlament, wo wir das Konzert einiger bekannter kanadischer Musiker sehen (oder nicht sehen) konnten. Um Punkt 22 Uhr wurde die Nationalhymne gespielt und die Kanadier genossen singend das Feuerwerk. Mit Steffi und Lena im Schlepptau zogen wir mit einem kanadischen Freund Irminas in eine Bar und feierten Kanada!

Am nächsten Morgen machte sich Irmina schon auf den Weg zurück nach Toronto und ich zog um in ein Hostel. Den Tag verbrachte ich bei den Pferdeställen des Musical Rides der Royal Canadian Mounted Police und bei einer Führung im Parlament.

Oh Canada!

Sonntag, 06.07.2014

5 Stunden zu spät in Toronto

Zugfahren in Kanada ist wirklich kein Zuckerschlecken.
Ich bin mit 5 Stunden Verspätung angekommen und habe das Deutschlandspiel mal wieder verpasst.
Irmina, eine zukünftige Kommilitonin, die gerade bei ihrer Au Pair Familie in Toronto ist, hat mich netterweise abgeholt und mit nach Hause genommen. Nach einer Dusche ging es gleich in Torontos Downtown.

Ich bin die längste Straße der Welt (die Yonge Street) entlanggeschlendert und war im nächsten Einkaufszentrum. Dann ging es noch zur Universität und ins Finanzviertel, vorbei an ein paar sehr schönen, sehr teuren, Geschäften.

Am nächsten Tag ging es mit Lena und Steffi, meine Sitznachbarinnen im Zug, zu den Niagarafällen. Bei zauberhaftem Wetter bewunderten wir das Naturschauspiel. Nur der Besuch im Niagara Village hat uns etwas verstört. Ein Vergnügungsobjekt reiht sich an das andere und man könnte den ganzen Tag in Geisterbahnen, Eisdielen und Wachsfigurenkabinetten verbringen.

Am nächsten Tag war Sightseeing mit Irmina geplant, doch da sie leider krank war, machte ich mich alleine auf den Weg zum St. Lawrence Market, wo es ein Must-have Bacon Sandwich gab. Im Destillery District, eines der oder vielleicht das schönste Stadtviertel meiner Reise, genoss ich einen guten Kaffee bei strahlendem Sonnenschein.
Weiter ging es zum Parlament von Ontario und hinterher zur Power Plant Gallery - ein Museum zeitgenössischer Kunst.

Ein interaktives Kunstwerk bleibt mir ganz besonders in Erinnerung. Ich kam in einen Raum und mir wurde von Frauen in weißen Kitteln eine Therapie angeboten. Es gab davon fünf verschiedene und alle hatten den Zweck, uns trotz des stressigen Alltags zu helfen, das Wesentliche nicht zu vergessen. Frisch therapiert genoss ich dann noch einen Spaziergang am Lake Ontario und machte mich auf den Weg zum CN Tower, wo ich Torontos Sonnenuntergang und die Stadt bei Nacht bewundern konnte.

Sonntags war dann Worldpride angesagt. Das Fest aller Arten sexueller Orientierung fand dieses Jahr in Toronto statt. In der prallen Sonne haben wir es allerdings nicht lange bei der Parade ausgehalten und sind zum Kensington Market geflohen, wo wir den Sonntag ausklingen lassen konnten.

Montag, 30.06.2014

Auf der Farm in Edmonton

Wie schnell die Zeit vergeht... Jetzt ist schon mehr als eine Woche rum, seit Debbie und ich uns getrennt haben. Es ist wieder einiges passiert. Die fünf Nächte auf der Farm bei Maryann, ihrem Mann Kevin und ihrem Sohn Rigel waren toll!


Es begann damit, dass es nach meiner Ankunft selbstgeschlachtetes Hühnchen und Gemüse aus dem eigenen Garten gab - was ein Festmahl. Rigel zeigte mir die Tiere, neben den Hühnern und den Hunden Bundle und Luki hatten es mir vorallem die Ziegen und Katzenbabys angetan. Die Ziegen durfte ich dann abends auch gleich mal melken.


Zum Frühstück gab es natürlich Ziegenmilch, selbstgemachen Ziegen- und Kuhjoghurt, selbstgemachte Marmelade, frisch gebackenes Brot etc. Ich konnte meiner Aufgabe, für Kost und Logie mitanzupacken, jedoch erstmal nicht nachgehen, da mich Maryann bei Regen lieber zum Sightseeing schicken wollte. Also nahm sie mich mit in die Stadt - die Farmen liegen natürlich nicht sehr zentral - und ich schaute mir erstmal den Sir Winston Churchill Square an und zog dann weiter zu einer Führung im Parlament von Alberta und zur West Edmonton Mall - eines der größten Einkaufszentren der Welt!

Der Winston Churchill Square Im Parlament von Alberta Die West Edmonton Mall mit der Eislaufbahn im Zentrum


Am nächsten Tag konnte ich Maryanns Homeschooling Classes verfolgen. Sie unterrichtet nämlich nicht nur den jüngsten ihrer vier Söhne selbst, sondern bietet auch ein Bauernhof-Erlebnis für andere Kinder an. Während sich die Kinder um sie scharrten, kümmerte ich mich um das Unkraut im Spargelgarten.

Die hochschwangere Vicky Katzenjunge

 

Nach einem Lunchbuffet im Garten, zu dem alle Eltern etwas beigetragen haben, ging es für mich, Maryann und Rigel zur Waldorfschule in Edmonton, wo Rigel mit zwei Freunden Musik machen und Maryann passend zum Mittelaltermotto Tänze einführen sollte. Schließlich tanzte ich Polka und den aus Edmonton kommenden Chicken Dance (ihr wisst schon).
Danach wurde im India Imbiss zu Abend gegessen und ich zog mit Maryanns zweitjüngstem Sohn Marten und seinem Cousin und Mitbewohner Liam durch die Whyte Avenue und bekam einen wunderschönen Blick auf Edmontons Downtown zu sehen.


Der nächste Tag begann mit Holzholen von einer Freundin Maryanns. Daheim angekommen blieb ich allein und bekam den Fernseher nicht zum Laufen, weshalb ich das Deutschlandspiel erst zur zweiten Halbzeit und sehr verzögert anschauen konnte. Nach jeder Menge Unkraut jäten im Zwiebelbeet hatte ich mir die Burger, die Maryann und ich am Abend zubereiteten wirklich verdient. Der Abend endete damit, dass ich und Rigel Wolverine anschauten und Rhabarber schnippelten.

Bundle guckt mir bei der Arbeit zu


Der Sonntag war dann schon wieder der letzte Tag auf der Farm. Maryann, Rigel und ich kümmerten uns gemeinsam um die Karotten. Am Nachmittag machte ich mich ans Kuchenbacken - Mamas leckerer Käsekuchen. Da  Maryann den Quark selber machen musste, lernte ich, mit der Menge zu backen, die da ist!
Mayanns Neffe, Nichte, Marten und ein Freund kamen spontan zum Abendessen und nachdem klar war, dass in Kanada Außentemperaturen in Celsius aber Backöfen im Fahrenheit angegeben sind, musste sich der Kuchen in der richtigen Backtemperatur (180 Grad Fahrehei waren eindeutig zu wenig) ziemlich beeilen, um zum Nachtisch fertig zu sein.
Es hat aber allen geschmeckt und ich konnte den Kanadiern den deutschen Käsekuchen näherbringen.

Meine Wäsche im Wind Der Kuchen wird gekocht


Am nächsten Morgen hieß es Abschied nehmen.  Mein Gepäck ließ ich bei Rigels Kunstlehrerin Berna und genoss das Bummeln sowohl durch die kleinen unabhängigen Läden auf der Whyte Ave als auch durch die großen Ketten in der West Edmonton Mall.

Verrückt, was es da alles gibt Riesenschwimmbad

Schließlich kaufte ich noch jede Menge Lebensmitel für die lange Zugfahrt nach Toronto (3 Nächte und 2 Tage) und holte mein Gepäck bei Berna ab. Und wie es so kommt, bekam ich die Gastfreundschaft der Kanadier mal wieder zu spüren, denn ihr Mann fuhr mich wie selbstverständlich zum Bahnhof. Da öffenliche Verkehrsmittel in Kanada eine Katastrophe sind, war ich ihm sehr dankbar. Er kehrte sogar extra nochmal um, um mir, wie es wohl typisch ist, Mützen von der Brauerei, in der er arbeitet, als Souvenir mitzugeben!


Meine Zeit in Edmonton hätte besser nicht sein können... :-)

Mittwoch, 18.06.2014

Letzter gemeinsamer Stop: Calgary

In Calgary haben wir mal wieder einen Couchsurfer gefunden. Colin hat uns von der Bushaltestelle abgeholt und nachdem wir seine supersüße Wohnung begutachtet haben, ging es nach Downtown. Wir wurden durch die Hochhäuser geführt und landeten in einem wunderschönen (teuren) Kaufhaus mit Indoor-Garten!

Abends kochten wir mal wieder gutes deutsches Essen und bedankten uns damit bei Colin.

Nach einer etwas kühlen Nacht wurde erstmal weitergeplant! Mittags wollten wir in einen Vogelpark gehen, der leider wegen der Überflutung letztes Jahr immer noch geschlossen ist. Bei Regen ging es zurück nach Downtown und mit einem Karton voller Donuts wurde der letzte gemeinsame Abend zelebriert. Endlich war der Moment gekommen, um unsere Kanadaarmbänder aus Whistler anzulegen!

Colin hat sich bereiterklärt, uns am zweiten Abend zu bekochen und so gab es für uns gutes Alberta-Rindsteak und (etwas knoblauchigen) Kartoffelbrei!

 

Morgen geht es für mich auf eine Woofing-Farm in Edmonton und für Debbie zurück nach Kelowna. Leider leider leider ist unsere Reise zu zweit zu Ende

Montag, 16.06.2014

Ab nach Banff

Nach meinem Abstecher zurück nach Vancouver und Debbies Abstecher an den Shuswap Lake und nach Revelstoke haben wir uns in Banff wiedergesehen.

Leider sah das Wetter ganz und gar nicht gut aus. Wir machten uns also bei vielen Regenwolken auf den Weg zu den Bow Falls und zum Fairmont Hotel. Und während wir zuerst die wunderschönen Wasserfälle und die Räume im Hotel genossen, standen wir vor dem Hotel auf einmal einem Rentier gegenüber.

Nach einem tollen Fußballspiel Holland gegen Spanien in einem Saloon ging es ins Whyte Museum, eine Ausstellung über das Nebeneinanderleben von First Nation people und den ersten Einwanderern in den Rockies.

Früüühstück Das Fairmont in Banff Nicht gezoomt

Am nächsten Tag setzten wir uns in den Greyhound zum Lake Louise - ein Touristenmagnet. Am See angekommen wanderten wir erst mal los und irgendwann standen wir mitten im Schnee und sind 6 km zu einem Teehaus gewandert. Während alle anderen Touristen wunderbar ausgestattet waren, wanderten wir mir unseren Turnschuhen, Jeans und dünnen Regenjacken. Doch auch die 6 km zurück haben wir überstanden.

Bärenspray parat Das Fairmont am Lake Louise

Der letzte Tag begann mit einem entspannten Vormittag, einem Marsch zur Ausstellungseröffnung im Whyte Museum und zum Banff Center und endete in einem kleinen Café in einer Seitenstraße.

Am Morgen darauf wurde noch das fantastische Deutschlandspiel gegen Portugal mit einigen Deutschen im Hostel geschaut und weiter ging es nach Calgary!

Samstag, 07.06.2014

Im Okanagan Valley

Von Whistler ging es über Vancouver (mal wieder) nach Kelowna, der größten Stadt im Okanagan Valley. Nachdem wir zehn Stunden unterwegs waren, wollten wir einfach nur noch raus und haben den ersten Abend am Wasser genossen und sind ein bisschen durch Downtown geschlendert.


Am nächsten Tag ging es zum Knox Mountain, wo wir drei Stunden gewandert sind. Auf dem Weg den Berg hinunter stießen wir klettertechnisch allerdings ziemlich an unsere Grenzen... Wir hatten auf jeden Fall viel Spaß. Nach dem Abendessen im Hostel war dann Weggehen angesagt. Der einzige Clubabend, den man sich hier leisten kann... Jedenfalls war College Nacht und es warendlich mal erschwinglich.


Am nächsten Morgen wurde so gut, wie es ging, ausgeschlafen, schließlich durften wir das Frühstück zum Selbermachen bestehend aus Pancakes und Toast nicht verpassen. Danach ging es an den Strand des Okanagan Lakes. Als die Sonne von den Wolken vertrieben wurde, haben wir uns auf den Weg zum Pandosy Village gemacht - ein kleiner idyllischer Stadtteil Kelownas.
Dort haben wir einen super Supermarkt gefunden und es gab Würstchen zum Abendessen!!


Nun geht es für mich nach Vancouver, wo am Sonntag meine Mutter und Armin ankommen. Für Debbie geht es an den Shuswap Lake. In Banff sehen wir uns wieder!

Mittwoch, 04.06.2014

Vom Surfen zum Rodeln

Nachdem Sven uns jetzt drei Wochen begleitet hatte, ging es für ihn wieder nach Hause ins schöne Whistler, wohin wir ihn begleiteten. Er hatte uns vorgewarnt, dass die Stadt wirklich unwirklich ist und man sich wie in einer Seifenblase fühlt. Genau so haben wir Whistler auch erlebt. Das Village besteht aus Hotels, Geschäften und Restaurants - alle Locals wohnen außerhalb. Am ersten Abend ging es für uns alle is The Furniture - ein Schnäppchenlokal! Da gab es lecker Burger und in der Hilton Bar lernten wir noch einige von Svens Arbeitskollegen kennen.

Das Wahrzeichen

Nach einem ausgewogenen Frühstück auf der Terasse gingen wir am nächsten Tag zum ersten Mal wandern. Die Landschaft war wirklich atemberaubend und wir ließen uns von den Warngeräuschen eines Bären nicht abschrecken. Die Wanderung führte uns an einen schönen Bergsee und zurück wurde getrampt. Im Dorf machten wir uns dann erstmal an einen Großeinkauf und danach wurde gekocht!

Wandern im Wald voller Bären Sven geht baden!

Wie jeder Tourist mussten wir natürlich auch die Peak-2-Peak Gondelfahrt machen und konnten das zauberhafte Panorama auf Mount Whistler genießen. Leider haben wir immer noch keine Bären gesehen...

Während wir gerade noch surfen in Tofino waren, standen wir uns auf Mount Whistler erstmal im Schnee und konnten sogar "rodeln" gehen!

Der nächste Tag wurde ganz entspannt angegangen. Debbie und ich machten uns an die Recherche über weitere Reisepläne und abends holten wir Sven in Whistler am Bikepark ab. In der Hilton Bar gab es lecker Poutine, ein Nationalgericht Kandas bestehend aus Pommes und jeder Menge verschiedener Gemüse- und Fleischvarianten, und hinterher wurde noch mit einigen Deutschen aus dem Hostel in einem Pub gequatscht.

Aber auch der Aufenthalt in Whistler geht zu Ende und den letzten Tag nutzte ich zum Wandern und Debbie zur Bewerbung an Universitäten. Sven ließ sich die Chance nicht nehmen und fuhr wieder eine Runde im Bikepark.

Relaxed auf dem Olympic Plaza

Morgen geht es nach Kelowna und wir verbringen den Tag erstmal wieder mit einer langen Busfahrt...

Montag, 02.06.2014

In Nanaimo auf der Luftmatratze

Wir hatten mal wieder Glück, naja, wie man's nimmt... Jedenfalls ging es von Tofino zu Vancouver Islands zweiter "Großstadt" (eigentlich auch eher ein Dorf) Nanaimo zum Couchsurfen. Matiss hat uns vom Ferry Point abgeholt und uns sein "Haus" gezeigt. Er ist erst vor einer Woche eingezogen und das Alter und die mangelnde Pflege des Hauses macht es kaum bewohnbar... So mussten wir erstmal eine Luftmatratze aufblasen und uns häuslich einrichten.

Schließlich ging es zum ersten Mal nach Downtown, falls man das in Nanaimo so nennen kann. Wir bekamen die Chance auf einen zauberhaften Ausblick auf einen Regenbogen und konnten am Wasser entlang spazieren. Nach längerer Suche fanden wir auch noch ein Restaurant und konnten endlich mal Lachs aus British Columbia essen. Wir haben uns also mal wieder was gegönnt! 

Nanaimos Uferpromenade Was man so alles findet...

Am nächsten Tag wurde erstmal die Weiterreise geplant und dann machten wir uns noch zum Souvenirshopping auf ins Old City Quarter.

Abends gab es dann Geschnetzeltes und Reis für unseren Gastgeber und wir sahen uns noch einen Film an. Damit endete unser Aufenthalt in Nanaimo auch schon wieder. Viel länger hätten wir es im Haus auch nicht ausgehalten 

Montag, 02.06.2014

Surferparadies Tofino

Nach über 6 Stunden Busfahrt und jeder Menge neuer deutscher Bekanntschaften im Bus kamen wir in Tofino, dem Surferparadies Kanadas, an. Man verbindet Kanada mit alles Anderem als mit Surfen, aber in diesem Dorf ist einfach alles auf sommerlichen Outdoorsport ausgerichtet.

Während Debbie und ich uns am nächsten Tag erst einmal mit Walen auseinandersetzten und zusammen mit drei deutschen Mädels eine Whale Watching Tour angetreten sind, ist Sven schon mal mit Surfbrett los ins Wasser.

Seelöwen in Sicht! Schickes Outfit, oder?Grauwale

Glücklicherweise haben wir genau die richtige Tour erwischt und sind auf dem Abenteuerboot gelandet. Eingepackt in dicke rote Austronautenanzüge sahen wir Grauwale, die wir eine Weile verfolgten, Delfine, Seelöwen und Seeotter - was für ein Erfolg.

Später ging es dann noch zum nahen Strand, wo wir zwei uns ins eiskalte Nass des Pazifiks getraut haben! Zum Abschluss des Tages genossen wir den Luxus der hosteleigenen Sauna 

Im Pazifik!!

Am nächsten Tag habe ich mich ebenfalls zum Surfen überwunden und wir sind mit Fahrrad und Surfbrettern zum Strand gefahren. Nach einigen Tipps von Sven und Lara, die schon relativ viel Surferfahrung hat, ging es dann rauf aufs Bord. Am Nachmittag konnte ich dann sagen, dass ich einmal auf dem Brett stand! 

Cool, oder? :-)

Fix und fertig machten wir uns dann auf den unbequemen Weg mit dem Fahrrad und Surfboard zum Hostel - dort angekommen waren wir dann alle fix und fertig!

Tofino war endlich eine tolle Erfahrung, nach den viele Großstädten, die wir besucht haben!

Traumhafter Sonnenuntergang vor dem Hostel

Freitag, 30.05.2014

On the island

Endlich auf Vancouver Island, dem wohl schönsten Teil Kanadas. Victoria war ein echter Hingucker. Unser Hostel war leider nicht so der Wahnsinn, aber wir hatten immerhin ein Fünftbettzimmer zu dritt. Am ersten Abend haben wir erstmal relaxet und schön gekocht. Einen bezahlbaren Supermarkt zu finden, hat sich auf der Insel aber unmöglich rausgestellt.

Am nächsten Tag begannen wir den Tag mit Sightseeing  einfach mal drauflos in die Altstadt - die ist mit ihren vielen versteckten Geschäften, Innenhöfen etc. wirklich wunderschön. Am Wasser entlang ging es dann Richtung Hafen. Gegenüber liegt das wunderschöne Hotel "The Empress"! Sven hat uns überzeugt reinzugehen und es hat sich gelohnt. Dann ging es zum Parlamentsgebäude von BC (Bristish Columbia) und schließlich zu Fisherman's Wharf, ein kleines Fischerdorf aus schwimmenden Häusern. Das absolute Highlight des Tages waren drei Seehunde, die sich im Hafen dieses Dorfes eingerichtet haben. Später ging es dann noch in einen Irish Pub, wo wir mit drei Kanadiern aus Kamloops Uno gespielt haben. 

Sven shoppt... nicht! Die Altstadt von Victoria mit ihren kleinen Märkten und Innenhöfen Das The Empress Das Parlament Fisherman's Wharf


Am nächsten Tag haben wir unseren Aufenthalt erstmal um eine Nacht verlängert und sind zu den Butchart Gardens gefahren. Vor Ort traf uns dann der Schlag, da doch tatsächlich 30$ Eintritt verlangt wurden. Wir haben uns fürs Spazierengehen entschieden und sind in einem kleinen Vorort mit schönem Blick gelandet. Abends wollten wir dann in einen anderen Garten, von dem wir tramhaft beleuchtete Bilder bei Nacht gesehen haben, doch irgendwie hatten wir an diesem Tag kein Glück mit den Gärten, da dieser Garten ganz und gar nicht beleuchtet wurde...

Die günstige Wildlife Alternative zu Butchart Gardens


Der nächste Tag verlief aber umso positiver. Die kostenlose Parlamentsführung war ein Erfolg, denn plötzlich stand sogar Queen Victoria vor uns und hielt einen Monolog. Hinterher ging es zum Emily Carr House, das Geburtshaus der bekanntesten Künstlerin BCs - ein wunderschönes Haus aus dem 19. Jahrhundert mit originalgetreuer Einrichtung. Der Eintrittspreis hat uns etwas abgeschreckt, doch die Museumsangestellte hat uns zu ihrem Gästen gemacht und uns sogar mit Kaffee, Tee und Keksen versorgt - Wow!

Im Parlament Wir und Queen Victoria Das Emily Carr House Inneneinrichtung Beacon Hill Park Unser Auto ;-)
Die Gastfreundschaft und Freundlichkeit der Kanadier macht uns immer noch sprachlos.

Mittwoch, 21.05.2014

Bei den Einheimischen

Den letzten Tag in Seattle haben wir genutzt, um den Rest unserer geplanten Sehenswürdigkeiten abzuklappern. Dazu gehörten der Japanese Garden und der Seattle Centre mit Space Needle, Museen, Theatern etc.

Schildkröten im Japanese Garden

Abends ging es dann durch Downtown zu einem Pub, der uns bei der Free Tour empfohlen wurde. Da wir leider noch keine 21 sind, mussten wir uns mit einem Platz im Restaurant zufrieden geben. Was wir nicht wussten, uns aber überall mitgeteilt wurde, ist Seattles Status als Stadt der Happy Hour! Diese haben wir diese gleich mal ausgenutzt und Happy Hour Fish'n'Chips gegessen - superlecker!

Am nächsten Morgen wurde wieder ausgiebig gefrühstückt und los ging's mit dem Bus nach Portland. Dort angekommen mussten wir uns erstmal mit der Bus-/ Wegbeschreibung zur Couchsurfing Unterkunft zurechtfinden. Da Gwen, unsere eigentliche Gastgeberin, keine Zeit hatte, uns in Empfang zu nehmen, hat ihr Mitbewohner Eric diesen Part übernommen. Wir sind also nach einer kurzen Richtungsänderung in einem Suburb in North-East Portland angekommen! Eric hat uns von der Bushaltestelle abgeholt und zum superschönen, typischen Vororthaus gebracht. Dort konnten wir uns erstmal etwas regenerieren und die beiden Katzen kennenlernen, bevor Eric uns mit ins Stadtzentrum genommen hat. Dort hat er uns die ersten Sehenswürdigkeiten gezeigt und uns im Food Court zu Thai-Essen gezwungen 

Vor dem Powell's Book Shop

Für uns ging es dann mitten in der Nacht wieder zurück. Aber wie es nun mal so läuft, haben wir eine Bahn verpasst, mussten uns mit dem nächsten Starbucks-WLAN einen neuen Fahrplan besorgen und standen irgendwann mitten in der Nacht in irgendeinem Wohnviertel Portlands - auch eine Erfahrung!

Am nächsten Morgen (besser gesagt Mittag - wir hatten nach vielen nächtlichen Katzenbesuchen Schlaf nötig) ist Gwen mit uns zum Rose Garden gefahren. Mit Gummistiefeln und Regenjacke waren wir wesentlich besser ausgestattet als die anderen Touristen und hatten auch trotz Nässe viel Spaß!

Abends ging es dann in einen riesigen Supermarkt, wo wir unsere Zutaten für das "German Dinner" Schnitzel mit Kartoffelsalat besorgt haben. Das Kochen war ein chaotisches und witziges Erlebnis und unsere Leckereien haben uns und auch Gwen und Eric super gut geschmeckt!

Am nächsten Tag war Shoppen angesagt und als Debbie und ich endlich unsere "Nikes" gefunden hatten, ging es zum Abendessen in Debbies Lieblingsimbiss in den USA: Chipotle!

Schließlich hieß es auch schon wieder Abschied nehmen von Gwen und Eric... Unsere erste echte Couchsurfing Erfahrung war ein super Erfolg. Wir haben uns wahnsinnig wohl gefühlt und wurden gut aufgenommen. Wiederholung ist geplant 

Mit dem Bus ging es dann zurück nach Vancouver, wo wir in unser altes Zuhause das "Samesun Hostel" zurückgekehrt sind. Nach einer kurzen Nacht sitzen wir jetzt in der Fähre auf dem Weg nach Victoria auf Vancouver Island!

Warten auf die Fähre

Freitag, 16.05.2014

Über die Grenze

Wow, wie schnell die Zeit vergeht. Jetzt ist es tatsächlich schon Freitag!

Am Abend nach unserem letzten Blogeintrag liefen wir in Vancouvers Chinatown, um den Nachtmarkt zu besuchen. Auf dem Weg mussten wir doch Vancouvers Altstadt "Gastown", was allerdings anders war als die Altstadt, wie wir sie kennen - ziemlich heruntergekommene Gebäude und auf den Straßen viele Obdachlose... ein trauriger Anblick.

Jedenfalls gibt es den Nachtmarkt erst ab Mitte Mai, aber immerhin konnten wir einen tollen Blick auf Vancouver bei Nacht genießen.

Am nächsten Tag kümmerten sich Debbie und Sven um Debbies Bürokratie, gingen zur Bank und beantragten eine Versicherungsnr. Ich machte mich auf den Weg zu einem Elektro-Artikel-Geschäft, aus unserem Fön kommt aufgrund der anderen Volt-Zahl (oder so) nur ein dünnes Lüftchen. War allerdings wenig erfolgreich!

Später ging es über eine lange aber beeindruckende Brücke zu Granville Island, einer kleinen Insel mit vielen kleinen Läden. Wir gingen durch die Markthalle und setzten uns mit einem Stück Melone ans Wasser.

Black Forest Cake in der Markthalle

Nach einem kurzen Zwischenstop im Hostel fuhren wir mit dem Bus zur University of British Columbia. Abends wurde dann noch fleißig gekocht.

Nach diesen drei Nächten in Vancouver hatten wir schon wieder genug von Kanada und sind über die Grenze in die USA gefahren. ;-) Wir mussten uns allerdings trennen, denn nachdem wir Debbies Ticket bei Greyhound gebucht hatten, war der Bus anscheinend voll. Sven und ich sind also mit dem Boltbus gefahren. Next Stop: Seattle

Wir betreten US amerikanischen Boden

War natürlich, wie man die Amis so kennt, nicht so leicht, über die Grenze zu kommen und wir hatten wirklich Angst um die Reste unserer Kochkünste in unserem Gepäck. Es war allerdings leichter als gedacht umd endlich in Seattle angekommen konnten wir einen tollen sommerlichen Tag verbringen. Es ging zum Pike Place Market, in den ersten Starbucks der Welt und Richtung Meer.

Am Pike Place Market Der erste Starbucks

Nach einem FREE Taco Dinner im Hostel sind wir noch an den Pier gelaufen und haben uns Seattle bei Nacht angeschaut. Nach einer Runde Kartenspiel mit jeder Menge Australier ging es endlich ins Bett.

Sven beruhigt einen Hund 

Am nächsten Tag haben wir den Tag mit leckeren Pancakes, Rührei und Toast, alles selfmade und vom Hostel gestellt, begonnen. Wow! Dann haben wir uns einer Free Tour angeschlossen und konnten einige interessante Eindrücke von Seattle gewinnen.

Einen kostenlosen Blick aus einem Skyscraper erhaschten wir im Starbucks auf der 40. Etage des Columbia Tower. Schließlich wurden unsere Reste gegessen und wir machten uns auf den abenteuerlichen Weg zum Sonnenuntergang im Kerry Park - das Bussystem in Seattle ist nicht leicht zu durchschauen.

Der nächste Tag begann wieder mit einem ausführlichen Frühstück, etwas Internetrecherche und schließlich einer Bus- und Fährfart zu Vashon Island - ein Tipp aus dem Hostel. Irgendwie haben wir den wunderschönen Teil der Insel nicht gefunden, und als wir mitten auf einer Landstraße aus dem Bus ausgestiegen sind, wo ein Einheimischer den Busfahrer nur ums Halten gebeten hat, konnten wir die Natur auf der Suche nach einer Bushaltestelle genießen. Schließlich fahren die Busse im Nirgendwo nicht so oft und wir mussten erstmal eine Rückfahrhaltestelle finden ;-)

Auf der Fähre

Sven hat irgendwann einfach den Finger rausgehalten und wir sind getrampt und saßen, wie es typischer nicht sein könnte, in einem Truck auf der Ladefläche. In "Downtown Vashon" checkten wir erstmal den Busplan und setzten uns dann in ein wunderschönes kleines Café, wo wir einen ganz individuellen Eistee probierten.

Nach der Fährfahrt, auf der wir uns mit einer Melone versorgt haben, kamen wir endlich zurück ins Hostel und warteten sehnsüchtig auf die kostenlose Pasta. Hinterher machten wir uns auf den Weg ins Kino, wo wir uns "Neighbors" angesehen haben! Man muss sagen, dass uns Seattle wirklich gut gefällt und wir bereits eine Nacht verlängert haben. Die Erlebnisse hier bleiben uns bestimmt im Kopf.

Die Cola war size medium!!

 

Montag, 12.05.2014

Angekommen!

10 Stunden im Flieger sitzen ist gar nicht so ohne... Sehr satt und ziemlich müde kamen wir gestern Nachmittag mit etwas Verspätung (in Deutschland war es bereits Nacht) in Vancouver an.

Noch müssen wir die Rucksäcke nicht tragen...

Sven und sein Freund Gabriel haben uns am Ausgang schon sehnsüchtig erwartet.  Nach einem Marathon durch den Flughafen auf der Suche nach 10-er Tickets für den Skytrain ging es dann erstmal nach Downtown. Unser erster Eindruck beim Aussteigen und Schlendern durch die Granville Street war wirklich super. Auch unser Hostel schien uns ein echter Volltreffer, bis wir in unser Zimmer kamen... Ein Vierbettzimmer von 10 m² ohne Fenster!! Die Luft war wahnsinnig stickig und es hat gestunken - nicht gerade ein Lottogewinn. Unser Zimmernachbar Sam aus Neuseeland hat sich allerdings als wirklich netter Mitbewohner rausgestellt.

Da Sven davon überzeugt war, dass wir den Jetlag nur loswerden, wenn wir mindestens bis 22 Uhr wach sind, ging es erstmal durch die Stadt. Der Hafen war schwerer zu finden als gedacht und auf dem Weg kamen wir noch am wirklich interessanten Gebäude der Bibliothek vorbei. 

Die Bibliothek

Schließlich waren wir endlich am Meer. Vancouver bietet wirklich eine Menge. Auf der einen Seite sieht man das Meer, dahinter die Berge und im Rücken eine Hochhauslandschaft die locker () mit Ma(i)nhattan mithalten kann.

 

Nach einer Internetrecherche in der Bar unseres Hostels fielen Debbie und ich erst einmal tot in unser Bett und Sven ging mit Sam noch auf eine Runde Pool in die Bar.

Heute Morgen konnten wir erstaunlich lang schlafen und nachdem ich Sven unsanft geweckt hatte, ging es zum Frühstück. Noch ein Highlight! Sehr amerikanisch mit Bagels, Toasts und natürlich alles süß.

Als nächstes ging es zum Stanley Park, wo wir wieder erleben durften, wie vielseitig die Stadt ist: Downtown und Hochhäuser im Rücken schaut man auf einen kleinen Segelhafen und auf der anderen Seite auf den Stanley Park - ein kanadischer Wald! Diesen zu durchqueren, war ein echtes Erlebnis und wir konnten viele Ausblicke genießen.

Am SegelhafenAuf dem Spielplatz

Schließlich kamen wir an den Strand und konnten unsere Füße im (sehr) kalten Wasser abkühlen. Nach einer Vesperpause bewunderten wir noch die Brücke, die Stanley Park und North Vancouver verbindet. Zurück in der Stadt bummelten wir durch das West End und machten uns zurück auf den Weg zur Granville Street.

 Ein Flugzeug! Mit Blick auf die Brücke (Man beachte die zwei netten Damen im Hintergrund ;))Sven sucht die Seelöwen Wir haben am West End einen neuen besten Freund gefunden!

Kurz vor unserem Ziel stießen wir auf ein Schild, dass einen Jazz Gottesdienst in 15 Minuten ankündigte und so saßen wir wenig später in der Kirche und konnten einen etwas anderen aber sehr beeindruckenden Gottesdienst bewundern.

Nun sind wir zurück im Hostel, konnten unser Zimmer wechseln und versorgen euch mit ersten Informationen vom anderen Ende der Welt. Bis bald!

Dienstag, 06.05.2014

Mitten in den Vorbereitungen...

Unglaublich wie schnell die Zeit bis zum Abflug jetzt vergangen ist.

Gerade hatten wir doch noch die Idee, loszufliegen und schon war der Flug gebucht. Jetzt sind es nur noch wenige Tage bis zum Abflug und es ist noch so viel zu tun!!

Aber die Spannung steigt...